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Über den Autor
Peter Dyckhoff
in Rundfunk und Fernsehen
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www.ruhegebet.com
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Format 11,8 x 17,6 cm
150 Seiten, gebunden
Sonderpreis 3,00 EUR
Don Bosco Verlag
ISBN 3-7698-1287-5

Zu beziehen über
"Stiftung Ruhegebet"
Reimund Oehlke
Theodor-Gierath-Straße 31
51381 Leverkusen
E-Mail: reimund.oehlke@t-online.de


 

Peter Dyckhoff
einfach beten

Ein einfaches Gebet ist hilfreich - doch wie geht das? Der Blick auf die frühen Kirchenväter zeigt Wege dazu: Das Ruhegebet nach Johannes Cassian führt die Betenden über ihre Vorstellungswelt und sich selbst hinaus und lässt sie ein immer tiefer werdendes Schweigen in Gott erfahren. Im kosmischen Gebet des Origenes erleben die Betenden, dass sie als Teil der gesamten Schöpfung mit allem in Verbindung stehen. Zu der nach außen und zum Du des anderen gerichteten kosmischen Dimension des Gebetes kommt die mystische, die von Dionysius in wunderbarer Weise versteh- und anwendbar gemacht wurde.
"Einfach beten" möchte die Not-wendigkeit des Betens und den großen Nutzen für den, der in rechter Weise betet, bewusst machen. Die Liebe zu uns selbst, zu anderen Menschen, zu den Tieren und der gesamten Schöpfung wächst, der Mensch spürt: Leben ist Gebet, und Gebet ist Leben.




Leseprobe

Das Gebet bedarf einer guten Bereitung. Es ist daher ratsam, schon vor der Gebetszeit anzuhalten, um sich innerlich vorzubereiten. Soweit es möglich ist, soll alles, was die Gedanken verwirren und vom Gebet ablenken kann, zurückgelassen werden. Die Vor-stellung dessen, was wirklich im Gebet geschieht - dem überaus Großen, dem wir begegnen dürfen - möge helfen, alle Enge, Trägheit und Gleichgültigkeit abzubauen. In dieser Sammlung breiten wir gleichsam durch die geöffneten Hände unsere Seele vor Gott aus; durch das Schließen der Augen wird gleichsam unser denkender Geist ganz Gott hingegeben und indem wir uns aufrichten, um auch innerlich aufrichtig zu sein, lenken wir unsere Vernunft von der Erde empor, aufsteigend zum Herrn, der den allumfassenden Kosmos geschaffen hat. Diese vom innersten Wesen her nach oben ausgerichtete Bewegung schließt sowohl die Verzeihung für alles erlittene Unrecht und die Versöhnung mit ein als auch den Wunsch um Vergebung unseres Fehlverhaltens gegen ihn, viele Mitmenschen und die gesunde Vernunft.
Es sollte sich stufenweise eine Theologie und Praxis des Betens entwickeln, bis Gebet zum Leben und Leben zum Gebet wird. Eine gute Vorbereitung rechten Betens schließt eine Spontaneität keinesfalls aus, die oft eher aus dem Herzen kommt als geplantes und gewolltes Beten.